Das wichtigste Video, das Radiomacher in diesem Jahr zu sehen bekommen

Radio hat kein Problem? Radio bekommt ein Problem. Das Problem mit dem Radio heutzutage ist, dass es uns von unserer wahren Liebe fernhalten will:

Mobiltelefone sind für 26% der erwachsenen US-Amerikaner unverzichtbar, Sex für nur 20%.
Mobiltelefone wichtiger als Sex – diese verrückten Amerikaner… (Bild: Statista)

Nicht nur junge US-Amerikaner haben eine Liebesbeziehung zu ihrem Smartphone, das trifft auf die meisten jungen Mediennutzer auf diesem Planeten zu. Der BBC-Radio-1-Wellenchef Ben Cooper hat das begriffen. Und damit hat er auch ausgemacht, was seine größte Aufgabe ist: Wie bleibe ich als Radiomacher für die „Generation Kopf-nach-unten“ relevant?

Mit keinem Gerät verbringen wir so viel Zeit wie mit unserem Smartphone, sagt Ben Coooper. „Wir reden mit unserem Telefon öfter als mit unserem Partner, wahrscheinlich berühren wir es sogar häufiger als unseren Partner!“ sagt er seinen Zuhörern, den Besuchern einer Social-Media-Veranstaltung des BBC College of Journalism im vergangenen Oktober, und da das BBC College of Journalism öffentlich arbeitet (ein Ansatz übrigens, an dem sich meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch wir kontinentalen Öffentlich-Rechtlichen ein paar dicke Scheiben abschneiden könnten),  können sich Radiomacher in aller Welt anschauen, wie die BBC dieses Problem nun angeht: relevant bleiben für die Mobile Natives.

Es ist das, meine ich, das zurzeit wichtigste Video für Radiomacher. Must-See Internets.
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Barcamps: Digital vernetzen, real treffen. Ein Feature.

Schön wär’s, ich käme mal wieder dazu, etwas anderes in die Blogs zu tun als Zweitverwertungen. Aber ehe hier gar nichts mehr passiert, und ehe die Anzahl der Entwürfe mein WordPress-Dashboard endgültig überhäuft wie ungelesenes Papier meinen Schreibtisch, eine Radio-Übernahme aus gegebenem Anlass: das Manuskript zu dem Feature, das aus meinem Besuch auf dem Barcamp Rhein-Main entstanden ist.

Gesendet wird das Feature morgen um 8.30 Uhr in der Reihe „Wissenswert“ bei hr2-kultur.

Barcamp-Teilnehmer vor dem Tagesplan (Foto: Frank Hamm/flickr.com, CC-nc-by-nd)

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Radiobeitrags-Workshop: Eine Ideensammlung

Aus dem Tiefen der Festplatte:

Mindmap - Ansatzpunkte für bessere Radiobeiträge

Der Versuch einer Antwort auf die Frage: Wie kann ich meine Arbeit als Radioreporter verbessern? Ein Mindmap, das Ansatzpunkte zusammenstellt, es stammt aus einem Beitragsworkshop im Auftrag der ARD-ZDF-Medienakademie im März 2010. In lesbarer Form als PDF-Dokument [hier] zum Herunterladen.

Das Mindmap wird bei nächster Gelegenheit gemeinsam mit einem ausführlichen Skript im Crossmedia-Wiki zu finden sein.

Produktiver Wutmäander

Nein, wer derjenige war, darüber möchte Olaf sich nicht auslassen, aber er lässt sehr deutlich durchblicken, dass es jemand aus der Online-Redaktion war, der ihn damals auf die Palme trieb. Der derart penetrant darauf bestanden hat, dass ein Fernsehbeitrag keine Geschichte braucht und keinen Spannungsbogen. Und Olaf dazu zwang, ein paar grundsätzliche Dinge über Dramaturgie festzuhalten.

Olaf ist von Haus aus gelernter Fotograf, hat jahrelang als Kameramann und Autor gearbeitet und wurde dann einer der ersten Videojournalisten – ein Einzelkämpfer mit der Kamera und ein Wegbereiter. Bei ihm nehme ich an einem Training teil, das uns Grundtechniken des Videoreportings vermittelt – des crossmedialen Arbeitens mit der Kamera. Und dazu gehört eben auch die Dramaturgie.

Und hier ist dem ungenannten Onliner, der sich so beharrlich gegen sie geweigert hat, nachdrücklich zu danken. Er hat Olaf nämlich dazu gebracht, ein „Nützt ja nichts“ durch die Zähne zu quetschen und die Grundregeln dort festzuhalten, wo  sie jedermann lesen und beherzigen kann.

(Eigener Senf dazu aus Sicht des Trainers für Radiodramaturgie später.)