Jan Eggers

Das Interdings, soziale Medien, Journalismus und der ganze Rest.

Archiv für das Schlagwort ‘Social Media’

Kann man nach Youtube-Videos suchen?

2 Kommentare

Da ich gerade meinen fast ein Jahr (!) alten Social-Media-Werkzeugkasten überprüfe und mich tiefer in das Thema Social Media Monitoring einarbeite, bin ich natürlich über die Frage gestolpert: Wie sucht man nach Youtube-Videos?

Die Antwort ist erfreulich einfach: Ähnlich wie bei anderen Suchmaschinen kann man Youtube einfach Suchparameter übergeben und bekommt einen RSS-Feed zurück. (Mit dem man dann natürlich alle möglichen anderen Dinge anstellen kann. ;)

Die richtige URL

Die Youtube-Suche ruft man über diese URL auf:

https://gdata.youtube.com/feeds/api/videos?q=

..und dann reiht man die Suchwörter aneinander. Videos mit Bezug zum Hessischen Rundfunk erhalte ich beispielsweise durch diese Suche.

Verfeinern und in Form bringen

Am obigen Beispiel zeigt sich: Viele Treffer sind nicht mehr sonderlich frisch. Wenn man nur die neuesten Treffer haben will, muss man sie anders sortieren – die Suche lässt das aber zu,  wenn man ihr den entsprechenden Parameter mitgibt – über die URL:

  • orderby=published sortiert die Treffer nach Veröffentlichungsdatum- die neuesten zuoberst. Man kann übrigens auch nach relevance, viewCount oder rating sortieren;
  • max-results=10 beschränkt das Ganze auf 10 Treffer;
  • location=50.136117,8.675455&location-radius=50km beschränkt die Suche auf Treffer im Umkreis von 50km ums Funkhaus. Sorta. (Bonustipp: Geokoordinaten gibt’s ohne viel Umstand bei Bing.)

Also: Setzen wir mal eine Beispiel-Suche nach neuen Videos aus dem Frankfurter Nordend auf.

https://gdata.youtube.com/feeds/api/videos?q=nordend&orderby=published&location=50.136117,8.675455&location-radius=50km&max-results=10&v=2 [Ergebnis]

Erklärt und in eine Übersicht gebracht ist das alles übrigens hier.

Nachgeschärfte Monitoring-Tools für das Soziale Internet gibt’s dann morgen.

Übrigens haben mir Google-Vertreter mal vor zwei Jahren gesagt, dass Youtube tatsächlich die zweithäufigst genutzte Suchmaschine ist auf diesem Planeten. Nicht Bing, nicht die Twitter-Suche. Ich nehme nicht an, dass sich daran etwas geändert hat.

Autor Jan Eggers

26-10-2011 um UTC14:53

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Beta statt Artikel: Wie ich auszog, ein Streamjournalist zu werden

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Antiquierte Artikel? Die klassische Form der Zeitungsjournalisten wird allmählich überholt, behaupten Jeff Jarvis und andere ernst zu nehmende Stimmen. Stimmt’s – und wie kann man Geschichten als Stream erzählen? Ein Selbstversuch.

Lässt sich @storify wirklich nicht auf “Neueste Inhalte zuerst” umstellen? Das schränkt den Nutzen ein – “breaking news” geht damit nicht.
JanEggers
August 26, 2011
Doof, ich. Natürlich kann man in @storify “breaking news” einfach nach oben ziehen. #streamjournalismus http://bit.ly/piVXzv
JanEggers
August 26, 2011

Veraltet, schwerfälllig, autistisch: Ein paar Gedanken zu den Schwächen des Artikels als Online-Erzählform hier bei eggers-elektronik.de.

Hier ein paar Best-Practice-Beispiele, wie man “breaking news” aufbricht in Ströme: Die Anschläge in Norwegen bei BBC und NRK.

Best practices: Streamjournalismus bei BBC und NRK
Photo by untergeekde.posterous.com on Posterous

(Note to self: Ohne Flickr-Konto ist Bilder einbauen bei Storify ein Graus – und mit vermutlich auch. Träume vom Drag&Drop.)
Thema auch für die Süddeutsche, die sich von der Debatte anregen lässt, einen Artikel (!) ohne einen einzigen Quell-Link (!!) zu publizieren. Als wollten sie’s beweisen.
Medien im digitalen Zeitalter — Journalismus extralang
Online-Aposteln zufolge könnte bald jeder Nachrichtenbeitrag von sueddeutsche.de genauso lang sein wie der Satz, den Sie hier gerade lesen. Maximal 140 Zeichen, nach dem Modell von Twitter. Im Netz hat die Frage nach der richtigen Form eine neue Debatte um das Wesen des Online-Journalismus ausgelöst. Im Internet ist schon vieles totgesagt worden.
@JanEggers Danke für den Hinweis, das ist eigentlich nicht unsere Art. Die Links sind jetzt drin. http://bit.ly/nOdFiX #toddesartikels
SZ_Digital
August 26, 2011

Erster Lernerfolg: Storify lädt dazu ein, Dinge erst zu twittern – und dann in den Stream zu ziehen. Dinge meint: URLs und Webfundstücke, Fotos, Content.

Storify nutzen, um die Story von Storify zu erzählen. Trés meta, liebe Niemans. http://bit.ly/oyiioq
JanEggers
August 26, 2011
…wieso der Link zur Storify-Alternative curated.by nicht gezogen wird? Ist aber vielleicht ganz gut so – ebenso wie das auf Twitter fokussierte KeepStream lohnt es vielleicht, erst noch ein wenig mehr darüber herauszufinden.
Suche nach Preismodell für #coveritlive leider bislang erfolglos.
JanEggers
August 26, 2011
2 Jahre alter CNET-Artikel nennt 50-300$/Monat als Preis für #coveritlive-Enterprise-Account: http://cnet.co/qu4cB3 http://bit.ly/rrZv9D
JanEggers
August 26, 2011
Schaue mir die umfangreichen Möglichkeiten von www.coveritlive.com an und staune. Storify trotzdem irgendwie sexier?
JanEggers
August 26, 2011

An dieser Stelle soll’s erst einmal genug sein – einige erste Lehren:

1. Das Interface von Storify ist wirklich sexy. Drag&Drop, schnell twittern, dann streamen, umsortieren, verlinken – das geht so flott, dass vermutlich auch der hartleibigste Social-Media-Feind am Redaktionsdesk sich nicht schwertun wird.
2. Eine durchgängige Story ist nicht entstanden – etwas, das meiner Beobachtung nach durchaus viele Storify-Experimente kennzeichnet. 
3. Die Möglichkeit, ein Storify beispielsweise in ein Blog oder eine andere statische Seite einzubinden und immer wieder zu überarbeiten, ist wichtig – gefühlt wird auch das gute alte WordPress wieder jung und beweglich
4. Spannend wird’s wie immer, wenn man die kritische Masse erreicht und aus dem Monolog ein echter Dialog wird. Nachrichten sind viel zu lang eher monologisch gewesen. 

Autor Jan Eggers

26-08-2011 um UTC12:47

Das kleine Besteck: Meine Social-Media-Toolbox für (fast) alle Fälle

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Update, April 2012: Leider veralten Social-Media-Tipps schnell – einige der Tipps und Tools in diesem Artikel sind nicht mehr funktionsfähig. Siehe das hier, aber auch mein überarbeitetes Rezept für ein Brand Monitoring im Eigenbau

Sind wir ehrlich: all die netten “10-Beste”-Listen von Mashable sind nichts anderes als eine faule Ausrede dafür, selbst gerade nichts zu arbeiten – ihr praktischer Nutzen entspricht dem Nährwert von gesalzenen Pappkartons. Schlimmer: Mashable veröffentlicht davon gefühlt fünf Stück am Tag. Noch schlimmer: Der Trend macht Schule – und als beratungsbedürftiger Nutzer wird man von einer Flut von Marktübersichten weggespült, die die Tipps schneller vorbeitreibt, als man die empfohlenen Werkzeuge bookmarken kann. Jetzt weiß man, was es alles gibt – dabei wollte man doch bloß wissen, womit man gut arbeiten kann.

In Rückbesinnung auf die alte journalistische Tugend des Auswählens und Gewichtens erlaube ich mir, meinen persönlichen Werkzeugkasten für die Social-Media-Alltagsarbeit vorzustellen. Diese Werkzeuge sind für mich unentbehrlich, wenn es um das Soziale Internet geht – auch wenn sie im einen oder anderen Spezialfall versagen oder nicht optimal sind, kommt man meiner Erfahrung nach sehr weit mit ihnen: mit einem Sechskant-Schlüssel kann man notfalls auch eine Torx-Schraube drehen.

Eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Sechskant-Schlüssel: Diese Werkzeuge bekommt man allesamt (fast) umsonst. Sie bieten sich deshalb an, wenn eine Redaktion in das Thema Social Media einsteigt – wenn sie sich professionalisiert und auch Erfolg hat, sind beispielsweise im Bereich “Monitoring” ganz andere Aufwände nötig.

Aber: für jede/n, die/der sich journalistisch auf dem Felde Social Media tummeln will – also für jeden, der nicht im 20. Jahrhundert zurückbleiben will – lohnt sich die Beschäftigung mit wenigstens diesen Werkzeugen. Anders herum formuliert: wer für seine Redaktion Social Media betreuen und nutzen will, sollte diese Werkzeuge allesamt kennen und können.

Die Toolbox – nach dem Klick.

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Autor Jan Eggers

14-01-2011 um UTC15:55

Die Quorafizierung der nördlichen Hemisphäre

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Google Insights zeigt: Das Interesse an Quora steigt im Januar 2011 sprunghaft an

“Tipping Point” zum Zuschauen: Wortwörtlich epidemisch breitet sich im Augenblick das Quora-Virus aus; keine Social-Media-Mode hat sich innerhalb weniger Tage – fast Stunden – derart flächendeckend festgesetzt. Das mag mit dem Film “Tron” zu tun haben, vermutlich aber mit dem Einladungsmechanismus – und der extrem cleveren Verquickung mit Twitter und Facebook: Rein kommt man nur auf Empfehlung eines Bekannten, kann dann aber unbegrenzt selbst einladen – ist die erste Neugier einmal gestillt, wird man also zum großherzigen (Einladungs-) Spender, ohne selbst Kosten davon zu haben. Zudem stellt der Quora-Neuling erfreut fest, dass alle Freunde schon da sind: Wer mir bei Twitter folgt (und wem ich folge), der folgt mir auch bei Quora.

Das nächste Twitter?

Dann hat Quora aber tatsächlich die Möglichkeit, ein ernsthafter Twitter-Konkurrent zu werden. Bei Quora kann man Themensträngen folgen, wie man bei Twitter einzelnen Personen folgt. Interessiere ich mich für einen Themenstrang – sagen wir: alles zum Thema ”Shakespeare” – bekomm ich dann mit, wenn zu diesem Thema Fragen gestellt und vor allem beantwortet werden: Fein segmentiertes Wissen für mein Interessengebiet. Zugleich gelange ich – als Experte für dieses Gebiet – in den Kreis derjenigen, die zu diesem Wissen schnell beitragen können, indem sie Fragen beantworten.

Das wiederum ist der Hauptzweck von Quora: Antworten auf Fragen finden. Stelle ich die Frage: In welchem Stück fällt das Zitat “We are such stuff/as dreams are made of”, dann haben andere Nutzer zunächst die Möglichkeit, dieser Frage einen Kontext zu geben (“Shakespeare”) und damit kompetente potentielle Antwortgeber anzulocken. Quora ist das konsequenteste Crowdsourcing-Tool in den Sozialen Medien, weil es das Beziehungsnetz auch nutzt, um Themen einzugrenzen und zu fokussieren und nicht nur, um möglichst viele potentielle Antwortgeber zusammenzurotten.

Der Witz an Quora ist die eingebaute Kollaboration und die Möglichkeit, aus ihr Informationsstränge zu generieren: Das unterscheidet Quora auch von Antwort-Communities, die Fragende und Wissende über Kategorien (gutefrage.net) oder Algorithmen (Aardvark) zusammenzubringen versuchen.

Gute Antworten vom Briefkastenonkel?

Journalisten dürfen mit gemischten Gefühlen auf Quora schauen. Nehmen wir mal an, Quora hält, was es verspricht: Da ist neben dem Wert als Recherchewerkzeug natürlich auf der einen Seite die Chance, die eigene Kompetenz auszuspielen – und den Ruhm der eigenen Redaktion. Andererseits bricht den Fachjournalisten wieder mal ein Zacken aus der Krone – es gibt einen weiteren guten Grund, nicht auf Ratgeber- oder ähnliche Portale zurückzugreifen. Auch ein weiterer Verdacht ist nicht völlig abwegig (danke @jke): Die Fragen, die bei Quora entstehen und verschlagwortet werden, passen wie Faust auf Auge zu Contentfarmen á la Demand Media.

Aber vielleicht wird Quora ja nur das Poken des Jahres 2011.

Nachtrag: Quora wird niemals so groß wie Twitter, meint Mashable. Na dann.

Autor Jan Eggers

6-01-2011 um UTC22:49

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Social Media News: Welche Stories funktionieren?

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CNN weiß es – verrät aber noch nicht viel.

Glücksfall in Frankfurt: Weil CNN Europe hier unlängst wohl gefeiert hat, und weil Frankfurt vergleichsweise viele Werber hat, hat der Nachrichtenkonzern eine hochspannende Studie heute auf dem MedienMittwoch erstmals in Deutschland vorgestellt. CNN hat die Verbreitung von Stories über Facebook, Twitter und Co. gründlich untersucht und dabei Erkenntnisse gewonnen,

  • wie sich Stories im Sozialen Internet verbreiten – und wer dafür besonders wichtig ist,
  • welcher Typ Story besonders häufig weitergegeben wird, und
  • was ein Sender (und damit der Anzeigenkunde) davon hat.

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Autor Jan Eggers

11-11-2010 um UTC01:32

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