Jan Eggers

Das Interdings, soziale Medien, Journalismus und der ganze Rest.

Archiv für das Schlagwort ‘Radio’

Barcamps: Digital vernetzen, real treffen. Ein Feature.

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Schön wär’s, ich käme mal wieder dazu, etwas anderes in die Blogs zu tun als Zweitverwertungen. Aber ehe hier gar nichts mehr passiert, und ehe die Anzahl der Entwürfe mein WordPress-Dashboard endgültig überhäuft wie ungelesenes Papier meinen Schreibtisch, eine Radio-Übernahme aus gegebenem Anlass: das Manuskript zu dem Feature, das aus meinem Besuch auf dem Barcamp Rhein-Main entstanden ist.

Gesendet wird das Feature morgen um 8.30 Uhr in der Reihe “Wissenswert” bei hr2-kultur.

Barcamp-Teilnehmer vor dem Tagesplan (Foto: Frank Hamm/flickr.com, CC-nc-by-nd)

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Autor Jan Eggers

29-12-2010 um UTC15:34

Die Zukunft ohne Zukunft

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Der sendungsbewusste Sterbekandidat, Teil 3: letzter Teil eines dreiteiligen Essays mit Überlegungen zur Gegenwart und Zukunft des Radios.

Was bisher geschah: Teil 1 [hier zu finden] hat sich den Unterschieden in der Medienökonomie und Binnenlogik zwischen dem analogen Radio und dem Metamedium Internet gewidmet. In Teil 2 [hier] bin ich zwei Kräften nachgegangen, die den düsteren Ausblick ein wenig aufhellen: dem Beharrungsvermögen einmal etablierter Medien und der menschlichen Faulheit, die sie dann doch wieder zu vorsortierten Programmpaketen greifen lässt – aber sind das die, die wir ihnen derzeit anbieten? In Teil 3 nun der Versuch, in die Kristallkugel zu blicken: in welche Richtung bewegt sich das Radio, und hilft das?

Da bleibt zunächst festzuhalten, dass über die letzten fünf Jahre in Nordamerika die Radiosender prozentual stärker gelitten haben als die kriselnden Zeitungen. Da sie nicht von Kleinanzeigen abhängen, trifft sie das nicht so hart wie den US-Zeitungsmarkt. Aber der Aderlass ist unübersehbar.

Zeit zum Sterben – viel Zeit

Beruhigend für Radiomacher: es geht dann doch nicht so schnell mit alledem. Radionutzung ist stark ritualisiert und situativ – sprich: morgens in der Küche und im Bad, bei der Hausarbeit, auf dem Weg zum Büro, dort hat das Radio seine Reservate. Für Situationen, in denen man die Hände nicht frei hat, ist das UKW-Radio derzeit noch fast konkurrenzlos; auch wenn Webradios allmählich auch Küche und Bad erobern. UMTS-Internetradios fürs Auto sind seit 2009 auf dem Markt; durchsetzen konnten sie sich bislang nicht, auch wegen der vielen Aussetzer, mit denen mobiles Webradio zu kämpfen hat. Und die im Festnetzzeitalter aufgewachsene Stammkundschaft läuft den Sendern auch nicht weg.

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Autor Jan Eggers

7-07-2010 um UTC08:41

Trost und Rat von Riepl und den Couch Potatoes

3 Kommentare

Der sendungsbewusste Sterbekandidat, Teil 2: nächster Teil eines dreiteiligen Essays mit Überlegungen zur Gegenwart und Zukunft des Radios.

Was bisher geschah: In Teil 1 [hier zu finden] habe ich skizziert, wie alt das Radio allmählich auszusehen beginnt. Jetzt gilt es festzuhalten, dass es so schlimm um das scheinbar vergreiste Medium nicht steht. Oder doch?

Radio

Internet

Bewohner der analogen Welt
„Generation Festnetz“
Netzbürger
“Digital Natives”
Linear
“Ich höre, was gerade läuft“
Interaktiv
“Was ich will, wann ich will, wie ich will, zunehmend: wo ich will“
Formatiert
Zielt auf den Median der Zielgruppe
“Broadcasting“
Individualisiert
Zielt in den Longtail
“Narrowcasting“
Geschlossen
Endliche Sendezeit und Senderzahl; Paket
“Die größten Hits und kurz das Wichtigste“
Anschlussfähig
Beliebig viel Platz, Mashups
“do what you do best and link to the rest”
Erst Auswahl, dann Veröffentlichung
Redakteure
“Qualitätsjournalisten als Gatekeeper.“ – „Was wir verwerfen,findet nicht statt.“
Erst Veröffentlichung, dann Auswahl
Schwarmintelligenz, Algorithmen
“Wenn etwas wichtig ist, wird es mich finden.“ —„Wikipedia und Youtube brauchen keine Redaktion.“
Sender->Empfänger
Top-Down-Kommunikation
“Spread the word – Verbreite die Botschaft“
Dialog
Kommunikation auf Augenhöhe
“Join the conversation – Sei Teil der Diskussion“

Der Todkranke kann vor Kraft kaum laufen

Das tot gesagte Medium Radio erfreut sich unterdessen scheinbar bester Gesundheit. 78,6 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren sind täglich Radiohörer. Etwas über drei Stunden am Tag hört der Durchschnittsdeutsche Radio; diejenigen, die sich nicht von vornherein als Radioverweigerer geoutet haben, bleiben im Schnitt sogar über vier Stunden dran. Zitat aus der Presseerklärung zur MA I/2010: weiterlesen… »

Autor Jan Eggers

6-07-2010 um UTC08:23

Der sendungsbewusste Sterbekandidat – das Problem mit dem Radio 2.0

2 Kommentare

Was soll aus dem ältesten elektronischen Medium werden im Internetzeitalter? Teil 1 eines Essays für den Tagungsband der Medientage 2009 in Passau. Gekürzt und überarbeitet.

“R@adio 2.0″ – wie, bitte, soll man das aussprechen? “Rätdio Two-oh” oder “Erklammeraffedio zweinull”? Klar ist: Der Vortrag “R@dio 2.0″ auf dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt Anfang Januar ist vom Start weg ein klarer Kandidat für Bullshit-Bingo.  Was soll’s: Besucher von Medienkongressen sind Kummer gewöhnt. Und trotz des Fremdschäm-Titels lohnt sich das Zuhören: Erwin Linnenbach, Geschäftsführer des unauffälligen Radio-Riesen Regiocast, spricht über das Radio der Zukunft. — Moment: Radio? Zukunft? Audiostream analog als Medium mit Wachstumschanchen? Linnenbach stellt es so dar. Er redet von steigenden Hördauern, von genauer Zielgruppenansprache, von Chancen für Newcomer. Und – nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg – von den guten Geschäften, die Regiocast mit dem Bundesliga-Webradio 90elf macht. Und spätestens da muss man wach werden: Live-Fußball, das wissen leidgeprüfte Medienmacher, hat seine eigenen Gesetze. Also, mal abseits der Verkaufe: lohnt es sich heute noch, mit Radio weiterzumachen – oder gar damit anzufangen? (Offenlegung: Der Autor hat seine Wurzeln vor allem im Radio und ist gelegentlich im Einsatz für diverse Radioredaktionen seines öffentlich-rechtlichen Arbeitgebers.)

Zeit für eine kleine Standortbestimmung des Radios im 21. Jahrhundert. weiterlesen… »

Autor Jan Eggers

5-07-2010 um UTC08:56

Radiobeitrags-Workshop: Eine Ideensammlung

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Aus dem Tiefen der Festplatte:

Mindmap - Ansatzpunkte für bessere Radiobeiträge

Der Versuch einer Antwort auf die Frage: Wie kann ich meine Arbeit als Radioreporter verbessern? Ein Mindmap, das Ansatzpunkte zusammenstellt, es stammt aus einem Beitragsworkshop im Auftrag der ARD-ZDF-Medienakademie im März 2010. In lesbarer Form als PDF-Dokument [hier] zum Herunterladen.

Das Mindmap wird bei nächster Gelegenheit gemeinsam mit einem ausführlichen Skript im Crossmedia-Wiki zu finden sein.

Autor Jan Eggers

18-05-2010 um UTC09:45

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