Bahnstreik: Deutsche dafür! Deutsche dagegen!

Gestern abend in den Tagesthemen: die ARD präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage zum Bahnstreik. Danach haben die Deutschen mehr Verständnis für die streikenden Lokführer als noch im Vormonat. Und sie sehen die Schuld im Tarifkonflikt eher bei der Bahn.

Heute nun die genau entgegengesetzte Schlagzeile: “Bundesbürger haben kein Verständnis für neue Streiks” - und wieder wird eine Umfrage zitiert. Haben die Tagesthemen-Kollegen Mist gebaut? Nichts da: hier sind Lobbyisten am Werk. Es kommt eben drauf an, wie man fragt.

Um das klar zu stellen: beide Umfrage stammen von bekannten Umfragefirmen, die als solide gelten und ihr Handwerk verstehen. Und beide Male wurde eine Stichprobe von 1000 Bürgern befragt - nach dem “Gesetz der großen Zahlen” sind Statistiker damit ziemlich zufrieden.

Schauen wir genauer hin: Das Pro-Lokführer-Ergebnis stammt von Infratest Dimap. Die Firma hat ein ganzes Paket von politischen Fragen abgeklappert, unter anderem zum Hartz-IV-Streit in der SPD, und sich dann dem Bahnstreik zugewandt. “Haben Sie Verständnis für den Streik der Lokführer?” Auf diese Frage antworten 64 Prozent der Befragten mit “Ja” - vor zwei Wochen waren es nur 57 Prozent. Woraus das Umfrageinstitut folgert: das Verständnis für die streikenden Lokführer wächst.

Die Contra-Lokführer-Umfrage hat Forsa durchgeführt. Sie drehte sich gezielt um den Streik. Die Forsa-Frager sind ganz anders vorgegangen. Erste Frage, ich zitiere:

“Die (GDL) hat von der Bahn ein fünftes Angebot bekommen. Danach soll das Fahrpersonal einen eigenen Tarifvertrag, 4,5 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 2000 Euro erhalten. Sollte sich die GDL mit diesem Ergebnis zufrieden geben, oder sollte sie weitere Forderungen stellen?” (meine Hervorhebungen, J.E.)

Was Wunder: 66 Prozent der Befragten sind der Meinung, die Lokführer sollten damit zufrieden sein. Man kann die Aufzählung des Bahn-Angebots nun als nötig empfinden. Oder man kann sie als tendenziös bezeichnen, weil der “eigene Tarifvertrag” in Wirklichkeit heißt: ihr bekommt den gleichen Vertrag wie alle anderen, und auch die 4,5 Prozent längst für alle Bahner auf den Tisch lagen. Und weil die Einmalzahlung von der GDL nur als Abbezahlung bereits geleisteter Überstunden gewertet wird. So oder so zeigt sie Wirkung. Und sie führt zur nächsten Frage: Nachdem die Befragten zu zwei Dritteln überzeugt worden sind, dass die Bahn eigentlich genug geboten hat, fragt Forsa unerbittlich nach:

“Hätten Sie Verständnis dafür, wenn die Gewerkschaft nun wieder zum Streik aufruft, oder hätten Sie dafür kein Verständnis?”

55 Prozent der Befragten haben kein Verständnis, immerhin noch 43 Prozent zeigen sich verständnisvoll. Im Lichte der ersten Frage eigentlich erstaunlich - und ein Indiz, dass die Befragten bestenfalls gespalten sind. Die Schlagzeile: “Bundesbürger haben kein Verständnis”, die der Auftraggeber daraus destilliert, ist also schlicht: eine Übertreibung, oder sagen wir es deutlich: eine Lobbyisten-Lüge.

In der Forsa-Umfrage werden die Befragten offenbar regelrecht geführt - eine Frage führt zur nächsten hin, und die Ergebnisse sind entsprechend. Was mal wieder zeigt, dass Umfragen mit ziemlich viel Vorsicht zu genießen sind - und dass die Haltung der Bürger zum Bahnstreik bestenfalls widersprüchlich ist. Wie soll’s auch anders sein: Die Lokführer sind arme Säue, aber über Streiks und Stau und Stress regt man sich trotzdem auf - das scheint mir common sense zu sein.

Bleibt die Frage offen, wer der Meinung war, dass die Welt noch eine Umfrage über unzufriedene Bahnkunden gebraucht hat.

Auftraggeber: Berlinpolis - aber wer ist das?

Hinter der Umfrage, die ein klares “Jetzt ist genug!” herausgehört hat, steht als Auftraggeber ein ominöser Think Tank: berlinpolis. Nach eigenen Angaben “eine bundesweit tätige Denkfabrik (übersetze: Beratungsbüro, J.E.) mit Sitz in Berlin. Ziel und Vision ist die Beschleunigung politischer Veränderungen.” Gründer und Geschäftsführer ist Daniel Dettling, Sohn des ehemaligen CDU-Politikers und heutigen Publizisten Warnfried Dettling; in ihrer Unternehmensmappe (Stand: September 2005) nennt die berlinpolis GmbH als Kunden u.a. die “Initiative Neue Soziale Marktwirktschaft”, das Wirtschaftsministerium, IBM, die Berliner Senatskanzlei und die Robert-Bosch-Stiftung. Ein bunter Strauß also, aber soweit nichts Ehrenrühriges. Dass berlinpolis sich die Doppel-Gestalt eines eingetragenen Vereins und einer Unternehmensberatung gibt, ist dagegen interessant.

Interessant ist auch, dass berlinpolis der Bahn einige Aufmerksamkeit widmet. Auf der berlinpolis-Seite sind Videos zu finden, die Kindern offizielle Bahn-Positionen in den Mund legen: Bahnprivatisierung ja, Trennung von Netz und Betrieb nein.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MyuyWDw6UTA[/youtube]

Gekaufte Bahn-Lobbyisten also? Berlinpolis-Geschäftsführer Daniel Dettling, der am Telefon freundlich Auskunft erteilt, sagt: Nein. “Wir sind keine Bahn-Lobbyisten, wir sind Zukunftslobbyisten”, so Dettling. Und er erklärt die widersprüchlichen Ergebnisse mit der manipulativen Fragestellung - der ARD-Umfrage. “Haben Sie Verständnis dafür, dass gestreikt wird, ja oder nein - das wäre zu schlicht; das hat ja eine Vorgeschichte.”

So kann man’s auch sehen.

Und wieso wird aus einem Beinahe-fifty-fifty-Meinungsbild bei berlinpolis die knappe Behauptung, “die” Bundesbürger hätten kein Verständnis für den Streik? Da wird Daniel Dettling gewissermaßen altkanzlerisch: “Mehrheit ist Mehrheit.” (Das gesamte Gespräch ungeschnitten hier zum Nachhören.)

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Sicherlich hat die “FR” recht, wenn sie berlinpolis im letzten Absatz ihres Aufmachers als “bahnfreundlich” bezeichnet. Was die FR-Kollegen nicht daran hindert, zu schlagzeilen: “Bahnstreik: Die Stimmung kippt” Ach ja? Da ist die FR den Berliner Denkfabrikanten ja schön auf den Leim gegangen. Die Strategie geht auf. (Was sicherlich dadurch befeuert wird, dass SPD-Chef Kurt Beck sich heute GDL-kritisch äußert - was vermutlich weniger der Bahn geschuldet ist und mehr der Sound der etablierten Bahngewerkschafter ist, die die GDL ja auch nicht mögen.)

Am Ende war sogar die Online-Redaktion der Tagesschau aus der Spur: ein Klick auf diese Schlagzeile vom Morgen…

Schlagzeile bei tagesschau.de am frühen Morgen

…führt paradoxerweise auf diese Seite:

tagesschau.de-Artikel zur Bahnstreik-Umfrage

Vermutlich hat der übermüdete Nachtredakteur nur die Schlagzeilen in den Agenturen quergelesen - und dann diese Überschrift formuliert. Aber so schnell geht’s. Der Fehler wurde immerhin schnell korrigiert.

Fußnote: Wer zum Thema Lobbying recherchiert, sollte auf jeden Fall bei LobbyControl.de hereinschauen. Zum Thema Bahn ist dort nichts Lesenswertes zu finden - aber zum Flughafenausbau vielleicht?

19 Kommentare zu “Bahnstreik: Deutsche dafür! Deutsche dagegen!”

  1. von So geht Lobbyismus | NIGHTLINE

    [...] von den Info-Kollegen erklärt, anhand angeblich repräsentativer Umfragen zu den Bahnstreiks. Ich finde ja, die Tagesschau [...]

  2. von redblog

    Und heute wurde eine Umfrage veröffentlicht, die besagt, 64 % hätten Verständnis für den Streik. Zum Glück sind Umfragen ganz objektiv und werden politisch nicht mißbraucht …

  3. von Jan Eggers

    @redblog:

    …tja, das waren die ARD/WDR-Fernsehkollegen. Die übrigens dabei bleiben, dass ihre Fragestellung die ehrlichere ist - über den Bahnstreik hat inzwischen jeder eine Meinung, die müsse nicht erst lange hereingefragt werden. Und sie konnten sich den Seitenhieb nicht verkneifen, dass ihre Umfrage frischer ist - sie haben nämlich noch bis am gestrigen Abend umgefragt… das zur Uhrzeit.

  4. von Ratilius

    Interessant mal die ursprünglichen Fragen zu lesen und nicht nur die Interpretationen, bzw die abgeleiteten Schlagzeilen.

    Auf die Frage, ob die Klavierstimmer eine Lohnverdoppelung bekommen sollten, würde ich als Nicht-Klavier-Besitzer mit einem gönnerhaften “ja” antworten.

  5. von Steffen

    Mhh Forsa hat geführt und die Tagesthemenumfrage (Infratest Dimap) nicht ?
    Zitat: “Die Firma hat ein ganzes Paket von politischen Fragen abgeklappert, unter anderem zum Hartz-IV-Streit in der SPD, und sich dann dem Bahnstreik zugewandt.”
    Wenn das keine Einstimmung ist ;) Ansichtssache.
    Ich denke, dass eine wirklich objektive und direkte Befragung keine anderen Themen enthalten sollte, so etwas verfälscht immer.
    Von den Umfrageergebnissen halte ich das von Infratest Dimap für erstaunlicher ;) ob gewollt, oder nicht.

  6. von Streik, Streik, Streik! | Analyse, Kritik & Aktion

    [...] Seit Monaten schwellt ein unglaublicher Informationskrieg gegen dieses subversive Lokführersyndikat. Die Positionen der Rebellen werden regelmäßig missachtet, verdreht oder falsch wiedergegeben. Neuerdings wird der Infowar auch mit wissenschaftlichen Methoden ausgefochten. So titelte die Springer-Presse und ausgewählte bürgerliche Medien, wie Frankfurter Rundschau oder der süddeutsche öffentlich-rechtliche Rundfunk (SWR, RP), mit einer Forsa Umfrage, die behauptet, dass das Verständnis gegenüber den Streiks der GdL sinken würde. Infratest dimap jedoch kam in ihrer Standardbefragung zu einem ganz anderen Ergebnis. Die ARD publizierte ein steigendes Verständnis von 57 auf 64 Prozent. Eine nette Analyse zu den beiden Befragungen und dem beauftragenden Thinktank Berlinpolis, der gleichzeitig eingetragener Verein und Unternehmensberatung ist, gibts im HR-Blog. [...]

  7. von Markus Wesner

    Ich bin gegen den Streik.
    Es kann nicht sein daß eine Minderheit von ein,zwei tausend Personen mehrere Millionen in Geiselhaft nimmt, das ist es nämlich genau wenn Sie mehrere Stunden im Stau oder am Bahnhof stehen.
    Natürlich ist die Bezahlung nicht extrem gut aber wenn ich jetzt mal einen Vergleich mit einem Assistenzarzt ziehe der nach Abi und 6-7 Jahren Studium mit 26 JAhren nicht mehr als 1700 Euro netto hat und dem oft zig Überstunden verfallen und noch schlechtere Arbeitszeiten als die meisten Lokführer haben, dann ist jetzt für mich der Streik nicht gerechtfertigt.
    Von der Vergleichbarkeit der seelischen Belastung durch Tod und Krankheit und gefordertem Wissens spreche ich jetzt hier nicht.

    Dann müßten auch alle LKW Fahrer streiken, die weniger haben und deutlich mehr falsch machen können und teulweise über Tage von ihren Familien getrennt sind. Wo bleibt hier das Verständnis der Deutschen ? Aber die sind halt leichter zu ersetzen.
    Ich bin mir auch sicher, daß dies mit den Lokführern auf lange Sicht auch passiert.

    Und wer für jede Splittergruppe eigenständige Tarifverträge will, der soll sich mal mit der Geschichte Englands in den 1970er JAhren beschäftigen, das war einer der Hauptgründe, warum England der “kranke Mann Europas” wurde.

    Abschließend möchte ich noch den Vorschlag einbringen, “GDL” als Unwort des Jahres zu küren.

  8. von Jan Eggers

    Kurze Anmerkung: der Vergleich mit dem Assistenzarzt ist insofern charmant, weil die ja gewissermaßen das Muster geliefert haben für die Lokführer-Gewerkschaft - der Ärztestreik im vergangenen Jahr war ja genau das Gleiche: eine Berufsgruppe innerhalb einer Arbeitnehmerschaft klinkt sich aus der Groß-Gewerkschaft aus - bei den Ärzten: verdi -, gründet eine eigene Interessenvertretung und nutzt ihre Verhandlungsmacht für Sonderkonditionen. In beiden Fällen begründet mit dem Gerechtigkeits-Argument.

    Den Vergleich mit den Assistenzärzten halte ich also für ein Eigentor - aber, Vorschlag: wie wär’s mit den Busfahrern? Busfahrer tragen nicht weniger Verantwortung; haben einen mindestens ebenso anstrengenden Beruf und sind - seit die Stadtwerke alle Aufträge EU-weit ausschreiben musste - zum Teil zu ziemlich elenden Bedingungen angestellt. Auch sie hätten somit das Zeug zu einer Berufsgruppe, die einen eigenständigen Vertrag heraushauen könnte - mit ebensoviel moralischer Berechtigung.

    Ich glaube aber nicht, dass nun jede Berufsgruppe ihren eigenen Tarifvertrag haben will - in den meisten Fällen ist es schließlich lohnend, eine möglichst große und mächtige Gesamtvertretung zu haben.

  9. von Das doppelte Lokchen « BILDblog

    [...] hat eine Mehrheit von 51 Prozent der Bundesbürger kein Verständnis für den Streik.” Nun ja. Und obwohl die Sympathie für den Lokführer-Streik in der Bevölkerung im November [...]

  10. von Glaube keiner Umfrage - Matthias Rampke

    [...] … die du nicht selbst gefälschtformuliert hast. Beispiel beim hr-info-Blog. [...]

  11. von Das andere Wort für Synonym

    Was? Das Kind, das da im Video zu hören ist, soll offizielle Bahninformationen *in den Mund gelegt* bekommen haben. Glaub ich nicht. Das hört sich für mich vollkommen authentisch an. Genau so hören sich doch Kinder an, wenn sie frei von der Leber weg einfach mal erzählen dürfen. So schön mit verschachtelten Nebensätzen und allem. Also für mich hört sich das weder diktiert noch abgelesen sondern vollkommen authentisch an. Und nicht etwa nach einem traurigen Versuch, da irgendwie Stimmung zu machen.

    P.S.: Muah-haha

  12. von sven scholz - sagichdoch? » Traue keiner Umfrage, deren Fragen du nicht selbst…

    [...] Weiter im hr-Info-Blog: Bahnstreik: Deutsche dafür! Deutsche dagegen! [...]

  13. von Jörg Friedrich

    Man kann nicht davon ausgehen, dass jeder Befragte die tatsächlichen Angebote der Bahn kennt. Deshalb halte ich es für richtig, der Frage die Fakten vorweg zu stellen.

    Andererseits zeigt infratest eben in der Tat einen Trend, da die gleiche Frage zu unterschiedlichen Zeiten gestellt wurde, während Forsa, wie ich das hier sehe, die Frage nur ein mal gestellt hat.

    Die beste Information erhält man, wenn man beide Ergebnisse sehr genau ansieht, und nicht bei der Schlagzeile, die ein Journalist daraus gemacht hat, stehen bleibt.

  14. von Jan Eggers

    Berechtigter Einwand -berlinpolis hat genau so argumentiert. Nur: dann müssen die Fakten auch wirklich Fakten sein, unbestritten und nicht Auslegungssache.

    Was da von Forsa als Faktum dargestellt wird, hat die GDL aber massiv bestritten - von einem eigenen Tarifvertrag könne im Bahn-Angebot nicht die Rede sein (schließlich sollte, platt gesagt, für die GDL nur die Überschrift des Vertrags geändert werden). Auch die versprochene Einmalzahlung ist nach GDL-Lesart eine Mogelpackung - damit würden nur ohnehin geleistete Überstunden abbezahlt. Zitat eines Lokführers (gefunden in der FAZ am Freitag): “Für die Einmalzahlung von 2000 Euro soll ich auf die Bezahlung von hundert Überstunden verzichten. Außerdem zwei Stunden Mehrarbeit, das ist lächerlich”

  15. von Perspektive2010

    Forsa glänzt schon lange durch tendenziöse und manipulative Umfragen, z.B. auch für die INSM, das INSM-Projekt Unicheck und zum Thema Studiengebühren.

    Gruß

    Alex

  16. von Jörg Friedrich » Kann man Umfragen trauen?

    [...] Allensbach, infratest dimap: Alle behaupten, die Bundesbürger repräsentativ zu befragen. Vergleicht man die Ergebnisse z.B.von Umfragen zum Bahnstreik, scheint Widersprüchliches heraus zu kommen: [...]

  17. von BlogSprache.de » berlinopolis - LOBBYISTEN VON MORGEN

    [...] BILDblog diesen Beitrag gefunden, über hr-online (umbedingt lesen und anhören) zu berlinopolis, ein cooles thinktankding, welches [...]

  18. von NachDenkSeiten - Die kritische Website » Hinweise des Tages

    [...] Bahnstreik: Deutsche dafür! Deutsche dagegen! Die Schlagzeile “Bundesbürger haben kein Verständnis”, vom Auftraggeber aus einer Forsa-Umfrage destilliert, ist schlicht eine Übertreibung, oder sagen wir es deutlich: eine Lobbyisten-Lüge. In der Forsa-Umfrage werden die Befragten offenbar regelrecht geführt - eine Frage führt zur nächsten hin, und die Ergebnisse sind entsprechend. Hinter der Umfrage, die ein klares “Jetzt ist genug!” herausgehört hat, steht als Auftraggeber ein ominöser Think Tank: berlinpolis. Nach eigenen Angaben “eine bundesweit tätige Denkfabrik (übersetze: Beratungsbüro, J.E.) mit Sitz in Berlin. Ziel und Vision ist die Beschleunigung politischer Veränderungen.” Gründer und Geschäftsführer ist Daniel Dettling, Sohn des ehemaligen CDU-Politikers und heutigen Publizisten Warnfried Dettling; in ihrer Unternehmensmappe (Stand: September 2005) nennt die berlinpolis GmbH als Kunden u.a. die “Initiative Neue Soziale Marktwirktschaft”, das Wirtschaftsministerium, IBM, die Berliner Senatskanzlei und die Robert-Bosch-Stiftung. Quelle: HR-Blog [...]

  19. von One Pair | F!XMBR

    [...] Bahnstreik: Deutsche dafür! Deutsche dagegen! Wie sehr seitens der Industrie manipuliert wird, zeigt dieser Artikel… [...]

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