Interview
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[Bearbeiten] Verschriftlichung vs. Audio on Demand
Internet-Auftritte sind textzentriert - der größten Informationsdichte wegen. Nutzerstudien lassen darauf schließen, dass das Interview zwar zu den Formen gehört, die im Bereich On-Demand-Audio die größte Akzeptanz genießen - trotzdem erwarten die Nutzer, die auf der Suche nach einem bestimmten Inhalt sind, in der Regel eher die Schriftform.
Die Akzeptanz eines Audios ist Insgesamt erreichen Audios im Netz vergleichsweise niedrige Abrufzahlen, was auch damit zusammenhängt, dass ihr Inhalt für die Suchmaschinen unsichtbar ist - an sich müsste man diese Audios mit reichhaltigen Metadaten versehen (sprich: zumindest teilweise verschriftlichen).
Auf der Negativseite stehen die enormen Kosten: Eine Verschriftlichung aller Interviews ist zeit- und arbeitsaufwändig und schon von daher nicht für alle Interviews eines Radioformats zu leisten. Das Audio on demand hat dagegen den Charme, weitgehend automatisch eingestellt werden zu können.
[Bearbeiten] Zusätzliche Darstellungsformen
Im Netz ist Platz - so kann man ein Interview, das gesendet wurde, den Hörern auf weitere Arten präsentieren:
- zusätzlich zum Sendungs-Audio als redaktionellen Text in der Agenturauswertung
- in Form einzelner O-Töne mit zentralen Aussagen
- als "interaktives Interview" mit allen Fragen und den zugehörigen Antworten im O-Ton
- in der ungekürzten Langfassung.
Es lohnt sich, Aufwand und Nutzen abzuwägen - welche Darstellungsform sich lohnt, hängt vom Gesprächspartner und vom Gesprächswert des Interviews ab.
[Bearbeiten] "Manipulation!"
Hat die ARD ein Interview mit Wladimir Putin zensiert? Im August 2008 entfachten Blogger einen Sturm der Entrüstung gegen den TV-Korrespondenten Thomas Roth, der ein einstündiges Interview mit dem russischen Präsidenten aufgenommen hatte, davon aber nur zehn Minuten sendete. Russische Sender übernahmen das Interview dagegen in voller Länge – und die Tagesschau-Redaktion wurde mit wütenden E-Mails und Blog-Kommentaren überhäuft.[1]
Das Interview mit Wladimir Putin stellte die ARD schließlich in voller Länge ins Netz[2] – und der Sturm der Entrüstung löste sich auf.
