IP-Radio
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Lineare Audio-Formate, die nicht über analoge Rundfunksender verbreitet werden, sondern über das paketbasierte IP-Protokoll, das dem Internet zugrunde liegt. Also alles angefangen bei den Live-Streams auf den Webseiten der großen Sender bis hin zu individuell zugeschnittenenn Angeboten.
Vergleichbar dem IP-TV - und wie man dieses nicht direkt mit Internet- und Web-TV verwechseln sollte, ist IP-Radio nicht zwingend Webradio (obwohl das natürlich dazugehört). Auch Dienste, die nicht über Webbrowser genutzt werden, sondern über herstellerabhängige Programme bzw. Geräte, gehören dazu: die Digitalradio-Angebote, die Kabelnetz-Betreiber ihren Kunden anbieten, werden zwar über IP-Technik verbreitet, also über Datenleitung - aber eben nicht übers Internet, sondern über geschlossene Datennetze.
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[Bearbeiten] Neue Möglichkeiten
Die IP-Technik lässt es zu, das Medium Radio neu zu verpacken, zu bereichern oder anzupassen. Hier einige Beispiele:
[Bearbeiten] Ehrgeizig:
Die von der Madsack-Gruppe unterhaltene Plattform radio.de will alle Netzradio-Angebote versammeln und so gut wie möglich recherchierbar machen. So umfassend wie möglich.
[Bearbeiten] Graswurzelig:
- shoutcast.com bietet Software, mit der praktisch jeder ein Netzradio anbieten kann.
- Bei 1000mikes braucht man nicht mal die - im äußersten Fall reicht sogar ein Telefon, um zum Internet-Radiomacher zu werden. Ähnlich die Idee hinter Audioboo: das iPhone als mobiler Podcast-Generator.
[Bearbeiten] Mobilisiert:
- Spezialist: "Spodtronic" ist eine Software, mit der man Radio auch über eine Reihe von Handies empfangen kann - als Datenstrom, nicht als Funkübertragung. Die Anbieter arbeiten daran, die lineare Übertragung mit Hintergrundinformationen und Wahlmöglichkeiten anzureichern.
- Massenprodukt: Kaum noch ein Sender ohne eigenes iPhone-Applet - als Beispiel sei hier das WDR-Radio[1] aufgeführt.
[Bearbeiten] Angepasst:
Die möglicherweise grundlegendste Revolution, die Radio erleben darf: Jedem sein eigener Sender. Die Technik entwächst allmählich ihren Kinderschuhen und steht vor dem Durchbruch.
- last.fm war einer der ersten individualisierten Musikdienste - und ist bis heute einer der konsequentesten: Der analoge Audiostream wird ergänzt um Web2.0-Elemente - eine Community, die man nutzen kann, um mit Leuten ähnlichen Geschmacks zusammenzukommen oder den Empfehlungen seiner Freunde zu lauschen. Die detaillierten Zusatzinformation zu den Musikern werden per Wiki verwaltet und von den Nutzern fortgeschrieben. Die Finanzierung von last.fm funktioniert (vielleicht?) über Prozente bei der Vermittlung von Amazon- und iTunes-Käufen.
- laut.fm erlaubt jedem, einen eigenen Musiksender im Netz zu bestücken - und will das über eingemischte Werbung refinanzieren.
- GoomRadio geht die gleiche Idee nicht von der Macherseite an, sondern aus der Sicht des Hörers, und verspricht ein Radio, das man sich wie aus Legobausteinen zusammenbasteln kann (mehr[2])
- Auch mixcloud.com versucht einen Schritt in Richtung personalisiertes Internetradio - der Podcast soll sich entwickeln zum "Cloudcast" (was immer das ist). Ein Erklärvideo hier.
- Der ARD-Podcast-Mixer: Individualisierung kann ganz einfach sein. Ein kleines, freies Programm für Mac und Windows stellt Musik und Podcasts nach Belieben und Geschmack aus den Vorgaben des Nutzers zusammen. Heraus kommt das eigene Radioprogramm für unterwegs - als Playlist. Ein Programm, das merkwürdigerweise so gut wie unbekannt ist.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Was bedeutet die Digitalisierung für Begleitprogramme und Einschaltprogramme?
- Chancen im Netz: Jugendliche setzen beim Webradio auf bekannte Marken - aber hören unterwegs lieber MP3 aus dem Handy als Radio. Ergebnis einer Umfrage bei spickmich.de
